Freiburg-Hochdorf

 

Roter Advent 2015 in Hochdorf

Veröffentlicht in Ortsverein


Die Werte der SPD: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit/Solidarität und Einigkeit

Feiert die SPD Advent? Sicher. Aber bitte politisch!

„Roter Advent“ in Hochdorf

„Also lautet der Beschluss: Advent zu feiern ist ein Muss.“ Auch der SPD-Ortsverein Hoch­dorf konnte und wollte sich dem allgemeinen Trend nicht entziehen, Advent 2015 besinnlich zu begehen. Aber bitte nicht unpolitisch! So sollte zum Auftakt eine musikalische Rückschau auf linkes Liedgut gehalten werden. Dem Genossen Lothar Weisser oblag die ehrenvolle Auf­gabe, diesen Teil des „Roten Advent“ vorzubereiten. Zum Auftakt des Abends im Hochdorfer Michael-Denzlinger-Haus machte der OV-Vorsitzende Heinz Joseph in seiner Begrüßung vor SPD-Mitgliedern und Freunden schon mal deutlich, welcher Art von politischen Verheißun­gen Sozialdemokraten jedenfalls nicht folgen würden, nämlich den unseligen Methoden und Zielen des herrschenden Turbo-Kapitalismus.

Als Lohn für interessiertes Zuhören und freundliches Applaudieren lud schon mal Kassierer Manfred Scheffelt zum Sturm auf das mit Canapés, süßen Teilchen und anregenden Ge­tränken reich bestückte Buffet.

Sodann kam das Thema des Abends zu seinem Recht. Zur Gitarre präsentierte Lothar Weisser solo oder in Begleitung sangesbereiter Genossinnen und Genossen einen bunten Strauß teils ernster teils frecher Lieder und Texte aus der Demokratie-, Arbeiter- und Friedensbewegung. Oft sei unbekannt - so begann er -, dass das Lied „Die Gedanken sind frei“ zu seiner Zeit ein hochpolitisches Freiheitslied der Demokratiebewegung gewesen war. Das Bürgerlied „Ob wir rote, gelbe Kragen oder Helme oder Hüte tragen“ bekannt heute noch durch Hannes Wader, propagiere die Gleichheit aller gesellschaftlichen Schichten. Auch das internationale Arbei­terlied „Avanti popolo“ erfahre durch linke Liedermacher immer neue Interpretationen. Obwohl anfänglich die Hymne auch der SPD, weiche „Brüder zur Sonne zur Freiheit“ in sozialdemokratischen Kreisen wegen seiner teils doch sehr martialischen Formulierungen zunehmen dem etwas versöhnlicheren „Wenn wir schreiten Seit‘ an Seit‘ “. Das gute alte „O Tannenbaum“ erlebe auch heute ständig wechselnde Umdichtungen. Die bekannteste sei das 1918 entstandene revolutionäre „O Tannenbaum, der Kaiser hat in‘ Sack gehau’n. Auguste, die muss hamstern geh‘n, der Kronprinz tut die Orgel dreh’n...“. Lothar Weisser fügte eine neue Variante hinzu: „Wir schaffen das, wir schaffen das. Das ist die Botschaft Angelas. Die CDU probt Widerstand, bezweifelt ihren Sachverstand….“. Eine bekannte Kategorie bildeten auch die zahlreichen Antikriegslieder der 60er Jahre, so z.B. „Where have all the flowers gone“, zu Deutsch: „Sag mir wo die Blumen sind.“ Mit etwas gutem Willen könne man sogar aus dem Text von ABBA „Fernando“ aus den 70er Jahren-eine Kritik an jeglicher Art von Kriegen herauslesen.

Dem mit viel Beifall bedachten Beitrag von Lothar Weisser folgten freche Sketche aus der Mitte der Besucher. Ein Gast: „14-jährige Mutter mit Säugling in Stall gefunden. Polizei und Jugendamt ermitteln“. Oder: „Es blaut die Nacht …In dieser wunderschönen Nacht hat sie den Förster umgebracht …,“ dem Adventsgedicht von Loriot, englisch-schwarzem Humor nachempfunden. Oder: „Supergau im Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage“. „… In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage wie Donnerhall. Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verstörte Menschen, Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war. “Jede Ähnlichkeit mit Adventsbeleuchtungen in Benzhausen und Hochdorf sei rein zufällig und nicht beabsichtigt, behauptete der vortragende Genosse Knuth Stemmer.

Nach dem Konsum von so viel Politik und Kultur konnte man es der Gesellschaft nicht ver­denken, sich nochmals intensiv am Buffet den leiblichen Freuden des Advents hinzugeben. Auch das aufgestaute Mitteilungsbedürfnis der Menschen durfte sich nach längerem Warten endlich Bahn brechen. Als gegen Mitternacht der Trend zum Aufbruch allerdings unüberseh­bar wurde, verabschiedete der Vorsitzende Heinz Joseph die Mitglieder und Freunde mit dem Wunsch für fröhliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2016.                                                                                                                                                     KS

 

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